Rhein-Zeitung; 2010

Platz für Neubau

Alte Bruchsteinbrücke wird abgerissen

Bauwerk für 500 000 Euro künftig zweispurig: Fünf Monate Vollsperrung. Eng war es bisher für den Straßenverkehr, der bei Luckenbach über die Nisterbrücke wollte. Eine neue Brücke soll diesen Zustand beenden.

LUCKENBACH/ATZELGIFT. Seit Langem schon wünschen sich viele Verkehrsteilnehmer einen Ausbau der einspurigen Bruchsteinbrücke auf die L281 zwischen Atzelgift und Luckenbach. Jetzt soll für 500 000 Euro eine neue gebaut werden. Ein Flammersfelder Bauunternehmen wird das Bauwerk gegenüber der alten Brücke wesentlich verbreitern: Zweispurig mit einem zusätzlichen Gehweg wird die Brücke künftig die Nister überspannen. Bautechnisch machen die Bindezeiten des Betons witterungsbedingt eine fünfmonatige Straßensperrung erforderlich. Die Einrichtung einer vorübergehenden Ersatzbrücke wäre für das Projekt zu aufwändig geworden, immerhin ist die Querung am Bach FFH-Gebiet, wodurch besondere Rücksicht auf die Natur genommen wird und die Auflagen der Landespflege erfüllt sein müssen.

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Eine Sanierung des Altbauwerks wäre nicht mehr wirtschaftlich gewesen, so Kolja Breitbach vom Landesbetrieb Mobilität, der betonte, der schlechte Zustand der Brücke sei der Hauptgrund gewesen, ein neues Brückenbauwerk zu realisieren. Zunächst muss die alte Brücke also weg.

Derzeit stückelt Fabian Christiansen von einer Spezialfirma aus Straßenhaus das alte Brückenbauwerk mit überdimensionalen Diamanttrennscheiben von bis zu zwei Metern Durchmesser für den Abtransport und zur Entsorgung. Viele interessierte Anwohner nutzen bereits die Gelegenheit, Einblicke in die offen liegende, uralte Brücke zu bekommen, deren Grundsubstanz aus dem Jahr 1897 stammt.

Bild: Elmar Hering, Rhein-Zeitung/Westerwälder-Zeitung Bild: Elmar Hering, Rhein-Zeitung/Westerwälder-Zeitung

Anwohner und Pendler zwischen Malberg und Nister üben sich in Geduld und weichen während der Bauarbeiten über die Leystraße auf die Umgehung (L288) aus. Doch auch diese Verbindung ist nicht ganz frei von Behinderungen. Die starken Winterschäden werden dort wohl auch noch einige Zeit bleiben. Gleichzeitig mehrere Ortszuggänge wegen Bauarbeiten zu behindern sei undenkbar, äßerte sich Karl-Heinz Kaiser, Ortsbürgermeister von Luckenbach. Immerhin sei alleine die Tankstelle des Ortes für den Pendlerverkehr ein wichtiger Anlaufpunkt.

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