WAZ; Nummer 181; Montag, 4. August 1997

Demontage der Expo-Brücke

Gelbes Symbol verschwand in wenigen Stunden

Gelbes Symbol verschwand in wenigen Stunden Demontage der Expo-Brücke

"Irgend etwas fehlt". Das werden Autofahrer, die die A 3 Richtung Köln befahren, demnächst wohl noch öfter denken. Richtig: Die Expo-Brücke am Zoo ist verschwunden.

Fast 40 Jahre lang leuchtete sie den Benutzern der A 3 hell- gelb entgegen. Die Stahl- Schrägseilbrücke verband die beiden Teile des Zoos und sorgte dafür, daß Tierfreunde in luftiger Höhe über der Autobahn unbeschadet ihren Weg von den Elefanten zu den Affen fortsetzen konnten. Seit gestern morgen ist nicht mehr viel von ihr zu sehen, bis auf ein paar Überbleibsel, die in den nächsten Tagen noch beseitigt werden. Etwas über 14 Stunden hat es gedauert, die Brücke in einer "Nacht-und Nebel-Aktion" zu demontieren. Zuerst mußte die obere Spitze des 50 Meter hohen Pylons dran glauben. Schon Tage vorher war sie abgesägt worden. Am Wochenende fielen dann die Stahlseile, die sie mit dem Längsträger verbanden. Danach konnte die 20 Meter lange Spitze von einem 500- Tonnen-Autokran abgehoben werden. Anschließend wurden erst der westliche Teil des durchgesägten Längsträgers und danach das östliche Segment über den Bundesbahngleisen abgebaut. Am frühen Morgen folgte der Pylonfuß. Die A3 war am Samstag ab 20 Uhr gesperrt. Um 10.15 Uhr am Sonntag, fast zwei Stunden früher als geplant, konnte sie wieder freigegeben werden. Die einzelnen Teile der Brücke wurden zuvor auf ein unbenutztes Nebenstück der A 40 gelegt. Für alle, denen sie fehlt, gibt es gute Kunde: Sie soll vier Brücken weiter südlich am Forsthausweg nach gründlicher Sanierung wieder aufgebaut werden. "Wenn es nicht sehr viel zu reparieren gibt, vielleicht schon Ende des Jahres", weiß Walter Georg vom Rheinischen Straßenbauamt.

Bildnachweis: Hermann Schützeichel GmbH, Straßenhaus.


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