Allgemeine Bauzeitung vom 10. Mai 2005

Grossloch-Kernbohrungen

mit Durchmesser 1500mm in Kanalschächte eingebracht

Bild 1

An Kanalschächten einer Kläranlage in Wirges / Westerwald sollten zum Anschluss von Kanalrohren Öffnungen mit 1500mm Durchmesser hergestellt werden. Die Ausführung mit Perforationskernbohrungen schied wegen der zu erwartenden Ungenauigkeit der entstehenden Öffnungen aus. Da auch das Herstellen mit einer Ringseilsäge nicht den Anforderungen an die Passgenauigkeit genügte, erhielt die Firma Hermann Hermann Schützeichel aus Strassenhaus / Westerwald den Auftrag, zwei Kernlochbohrungen mit Durchmesser 1500mm einzubringen.

Nach dem Ausheben entsprechend grosser Erdgruben direkt vor den Bohrstellen konnte die Grossloch-Kernbohr-maschine herabgelassen und an der vertikalen Schachtwand für die erste Kernbohrung horizontal befestigt werden. Die Schützeichel-Monteure richteten die Maschine ein und begannen mit dem Bohren. Um die notwendige Schnittgeschwindigkeit zu erreichen, wurde mit etwa 50 Umdrehungen pro Minute gebohrt. Die relativ geringe Bewährung bereitete keine Schwiergkeiten und so wurde in Routinearbeit die erste Kernbohrung mit einer Bohrtiefe von 60cm nach etwa zwei Stunden fertiggestellt. Da die Bohrung oben in den Deckenbereich und unten in das Gerinne herein-ragte, war der Bohrkern noch mit dem Bestand verbunden. Vor dem Herausziehen und Wegheben musste er mit einem zusätzlichen quer verlaufenden Bodenschnitt gelöst und im Deckenbereich entsprechend freigestemmt werden. Nach dem Umsetzen der Kernbohrmaschine wurde die zweite notwendige Kernbohrung 1500mm auf gleiche Weise hergestellt.

„Perforationsöffnungen können zwar mit geringerem Technikaufwand und in 1-Mann-Arbeit hergestellt werden, dauern jedoch entsprechend länger, müssen nachgestemmt und aufwändig beigearbeitet werden, wobei zusätzlich die Frage nach der Haltbarkeit der beigearbeiteten Stellen im Raum steht.“ so der Geschäftsführer des ausführenden Unternehmens Diplom-Ingenieur Klaus Schützeichel. „Auch bei Ausführung mit einer Ringseilsäge lässt die Passgenauigkeit zu wünschen üblich, da das Schneidseil je nach Bewehrung seitwärts ausweicht und die vorgegebenen Toleranzen für einzusetzende Raumdichtungen nicht einzuhalten sind. Bei entsprechenden Platzverhältnissen sind Grosslochkernbohrungen wegen ihrer Passgenauigkeit die richtige Wahl und auch aus Kostengründen sind Vorteile zu sehen. So konnten die beiden Kernbohrungen 1500mm an den Kanalschächten innerhalb eines Arbeitstages komplett ausgeführt werden.“

Bildnachweis: Hermann Schützeichel GmbH, Straßenhaus.


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